Dienstag, 21. März 2023
Kurzer Gedanke: Das Reden hinter dem Rücken anderer
Donnerstag, 2. März 2023
Kindererziehung im Sinne der stoischen Philosophie: Tipps eines Vaters
Die stoische Philosophie ist seit Jahrhunderten eine inspirierende Quelle für viele Menschen, um ihr Leben sinnvoller zu gestalten. Als alleinerziehender Vater von zwei Kindern versuche ich, einige der stoischen Prinzipien in meine Erziehung zu integrieren. Hier sind einige Tipps und Beispiele, wie ich meine Kinder dazu ermutige, ein tugendhaftes und glückliches Leben zu führen:
- Vernunft und Selbstbeherrschung
Ich ermutige meine Kinder, ihre Emotionen zu kontrollieren und rational zu denken, wenn sie mit Schwierigkeiten oder Konflikten konfrontiert werden. Wir üben oft, wie man sich entspannt und rationalisiert, um uns zu helfen, kluge Entscheidungen zu treffen und keine übereilten Entscheidungen zu treffen, die wir später bereuen könnten.
- Akzeptanz der Natur des Kindes
Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit, Stärken und Schwächen. Ich ermutige meine Kinder, sich selbst zu akzeptieren und ihre Talente und Fähigkeiten zu entwickeln. Gleichzeitig betone ich, dass es auch wichtig ist, Schwächen zu erkennen und zu lernen, damit umzugehen.
- Leben als Ganzes betrachten
Ich erkläre meinen Kindern, dass es wichtig ist, das Leben als Ganzes zu betrachten und nicht nur auf einzelne Aspekte wie Arbeit oder Schule zu fokussieren. Wir versuchen, eine ausgewogene Lebensweise zu führen und uns auch Zeit für Familie, Freunde und Hobbys zu nehmen.
- Tugenden fördern
Ich erkläre meinen Kindern, dass Tugenden wie Gerechtigkeit, Weisheit und Mut wichtige Bestandteile eines tugendhaften Lebens sind. Wir diskutieren oft darüber, wie man in schwierigen Situationen standhaft bleiben kann und das Richtige tut, auch wenn es unbequem oder unpopulär ist. Ich betone auch, dass es wichtig ist, fair zu sein und andere gleich zu behandeln, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Hintergrund.
- Vorbild sein
Als Vater weiß ich, dass ich ein Vorbild für meine Kinder bin. Ich versuche, selbst nach den Prinzipien der stoischen Philosophie zu leben und ein Beispiel für Vernunft, Selbstbeherrschung, Akzeptanz und Tugendhaftigkeit zu sein. Indem ich meinen Kindern zeige, wie man diese Prinzipien im täglichen Leben anwendet, hoffe ich, dass sie sie in ihr eigenes Leben integrieren werden.
Beispiele aus dem Alltag
Wie sieht die Erziehung im Sinne der stoischen Philosophie im Alltag aus? Hier sind einige Beispiele:
Mein Sohn wird in der Schule von einem anderen Kind gemobbt. Ich ermutige ihn, seine Wut zu kontrollieren und rational darüber nachzudenken, wie er mit der Situation umgehen kann. Ich erkläre ihm auch, dass es wichtig ist, anderen zu helfen, wenn sie in Schwierigkeiten sind, und dass es richtig ist, gegen Ungerechtigkeit vorzugehen.
Meine Tochter hat Schwierigkeiten, sich auf ihre Hausaufgaben zu konzentrieren.
Ich ermutige sie, ihre Gedanken zu sammeln und ihre Prioritäten zu setzen. Wir besprechen, wie man am besten eine Aufgabe angeht, indem man sie in kleinere Teile zerlegt und sich auf jeden Teil konzentriert, um schließlich das große Ganze zu erreichen. Ich betone auch, dass es wichtig ist, sich Zeit für Pausen und Entspannung zu nehmen, um sich zu regenerieren und danach gestärkt weiterzumachen.
Wir diskutieren oft darüber, wie man mit Fehlern und Niederlagen umgehen sollte. Ich erkläre meinen Kindern, dass Misserfolge Teil des Lebens sind und dass es wichtig ist, daraus zu lernen und weiterzumachen. Wir besprechen auch, wie man sich selbst verzeiht und Verantwortung für die eigenen Entscheidungen und Taten übernimmt.
Wir setzen uns als Familie Ziele und besprechen, wie wir sie erreichen können. Wir ermutigen uns gegenseitig und unterstützen uns dabei, unsere Träume und Wünsche zu verwirklichen. Dabei betonen wir, dass es nicht nur darum geht, persönlichen Erfolg zu erreichen, sondern auch anderen zu helfen und etwas Positives für die Gemeinschaft zu tun.
Fazit
Die Erziehung im Sinne der stoischen Philosophie kann dabei helfen, Kindern wichtige Werte und Fähigkeiten zu vermitteln, die ihnen im Leben helfen können. Indem man Vernunft, Selbstbeherrschung, Akzeptanz, Tugendhaftigkeit und ein ausgewogenes Leben fördert, können Kinder zu glücklichen und erfüllten Erwachsenen heranwachsen. Als alleinerziehender Vater habe ich die stoische Philosophie als eine wertvolle Quelle der Inspiration und Unterstützung in meiner Erziehung erfahren.
Über den stoischen Ansatz für Ethik und Moral
Diese Philosophie hat ihren Ursprung in der antiken griechischen und römischen Philosophie und hat auch heute noch viele Anhänger.
Die Stoiker betonten die Wichtigkeit der Vernunft und der Tugend als Ziele im Leben. Das bedeutet, dass man sein eigenes Verhalten kontrollieren und nur das tun sollte, was vernünftig und moralisch richtig ist. Ein tugendhaftes Leben bedeutet, im Einklang mit der Natur zu leben und seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse unter Kontrolle zu halten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des stoischen Ansatzes ist die Idee der Akzeptanz. Die Stoiker glaubten, dass es wichtig ist, die Realität so anzunehmen, wie sie ist, und sich nicht über Dinge aufzuregen, die man nicht ändern kann. Stattdessen sollte man sich auf die Dinge konzentrieren, die man kontrollieren kann, wie zum Beispiel die eigene Einstellung und die eigenen Handlungen.
Die Stoiker betonten auch die Bedeutung der Selbstkontrolle und der Selbstdisziplin als Mittel, um ein tugendhaftes Leben zu führen. Sie glaubten, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat, tugendhaft zu sein, unabhängig von seinen äußeren Umständen.
In der heutigen Zeit können wir auch vom stoischen Ansatz für Ethik und Moral profitieren. Indem wir uns auf unsere eigene Vernunft und Tugendhaftigkeit konzentrieren und die Dinge akzeptieren, die wir nicht ändern können, können wir ein erfülltes und tugendhaftes Leben führen.
Insgesamt betont der stoische Ansatz für Ethik und Moral die Bedeutung der Vernunft, der Tugend und der Akzeptanz als Mittel, um ein erfülltes und tugendhaftes Leben zu führen. Es ist eine Philosophie, die uns auch heute noch viel zu bieten hat.
Samstag, 25. Februar 2023
Der Logos in der stoischen Philosophie
Der Logos ist ein zentrales Konzept in der stoischen Philosophie. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt "Wort" oder "Rede". In der stoischen Philosophie hat der Logos jedoch eine viel umfassendere Bedeutung. Er bezieht sich auf die Ordnung und die Vernunft, die in der Welt herrschen und die alles miteinander verbinden. Der Logos ist somit nicht nur ein Prinzip der Welt, sondern auch ein Prinzip der menschlichen Vernunft.
Für die Stoiker war der Logos eine Art kosmisches Prinzip, das das Universum durchdringt und es in eine Ordnung bringt. Diese Ordnung ist von Natur aus gut und vernünftig und sie wird von dem kosmischen Logos gesteuert. Die Stoiker glaubten, dass der Logos das Fundament für die gesamte Naturphilosophie ist und dass er die Wurzel aller Dinge bildet.
Der Logos war aber auch ein zentrales Konzept in der Ethik der Stoiker. Sie glaubten, dass der Mensch eine Vernunft besitzt, die ihn dazu befähigt, nach moralischen Grundsätzen zu handeln. Diese Vernunft ist Teil des kosmischen Logos und sie ermöglicht es dem Menschen, ein moralisch gutes Leben zu führen. Für die Stoiker war das Ziel des menschlichen Lebens, mit der Natur und dem kosmischen Logos in Einklang zu leben.
In der stoischen Philosophie wurde der Logos auch oft mit dem Feuer gleichgesetzt. Das Feuer ist eine natürliche Kraft, die alles verwandelt und erneuert. Für die Stoiker symbolisierte das Feuer die Macht des kosmischen Logos, die alles durchdringt und verändert.
Zusammenfassend können wir sagen, dass der Logos in der stoischen Philosophie ein sehr tiefgründiges und komplexes Konzept darstellt, das eng mit der Natur, der Vernunft und der Ethik verbunden ist. Er steht für die Ordnung und die Harmonie der Welt, die Vernunft des Menschen und das Ziel eines moralisch guten Lebens.
Achtsamkeit gegenüber den eigenen Gedanken: Eine stoische Perspektive
Als Stoiker ist es wichtig, unsere Gedanken und unser Denken bewusst wahrzunehmen, um ein erfülltes und tugendhaftes Leben zu führen. Ein wichtiger Aspekt dieser Kontrolle ist die Achtsamkeit oder Wachsamkeit gegenüber den eigenen Gedanken.
Achtsamkeit gegenüber den eigenen Gedanken bedeutet, sich der Gedanken bewusst zu sein, die in unserem Geist auftauchen, und sich nicht von ihnen mitreißen zu lassen. Es geht darum, einen Abstand zu den eigenen Gedanken zu schaffen und sie objektiv zu betrachten, ohne sich von ihnen überwältigen zu lassen.
Die Praxis der Achtsamkeit gegenüber den eigenen Gedanken erfordert Zeit und Anstrengung. Sie erfordert auch die Bereitschaft, unsere Gedanken zu akzeptieren und zu reflektieren, ohne sie zu bewerten oder zu beurteilen. Hier sind einige Schritte, die Sie in Ihrer Praxis berücksichtigen sollten:
Beobachtung der Gedanken: Die erste Stufe der Achtsamkeit besteht darin, die Gedanken einfach nur wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten oder zu beurteilen. Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Gedanken zu beobachten und zu bemerken, wie sie auf verschiedene Situationen und Ereignisse reagieren.
Akzeptanz der Gedanken: Ein wichtiger Aspekt der Achtsamkeit ist die Akzeptanz der eigenen Gedanken. Es geht nicht darum, Gedanken zu unterdrücken oder zu verdrängen, sondern sie anzunehmen und zu akzeptieren, ohne sich von ihnen überwältigen zu lassen.
Reflektion der Gedanken: Im nächsten Schritt geht es darum, die Gedanken zu reflektieren und zu prüfen, ob sie realistisch und hilfreich sind oder nicht. Dabei kann man sich folgende Fragen stellen: Sind meine Gedanken realistisch? Sind sie hilfreich oder stören sie mich nur? Kann ich meine Gedanken ändern oder muss ich sie akzeptieren?
Veränderung der Gedanken: Wenn man zu dem Schluss kommt, dass bestimmte Gedanken nicht hilfreich sind, kann man versuchen, sie zu verändern. Hierfür gibt es verschiedene Techniken, wie z.B. die Umformulierung der Gedanken in positive Aussagen oder die Visualisierung von positiven Szenarien.
Achtsamkeit gegenüber den eigenen Gedanken kann in verschiedenen Situationen praktiziert werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die sogenannte STOP-Technik anzuwenden, die Ihnen hilft, in schwierigen Situationen innezuhalten, sich zu entspannen und Ihre Gedanken zu beobachten, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Ihre Gedanken zu hinterfragen und alternative Perspektiven zu finden.
Insgesamt geht es bei der Achtsamkeit gegenüber den eigenen Gedanken darum, bewusster und objektiver zu denken und sich nicht von Gedanken überwältigen zu lassen. Dies ist ein wichtiger Aspekt der stoischen Philosophie und kann uns helfen, ein erfülltes und tugendhaftes Leben zu führen.
Sind alle Menschen gleich?
Ich glaube, dass die Tugend in der stoischen Philosophie als das höchste Gut angesehen wird, aber sie wird nicht benutzt, um Menschen als besser oder schlechter zu kategorisieren. Vielmehr liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen, seine eigene Tugend durch sein Handeln und Verhalten zu kultivieren.
Es ist wichtig, alle Menschen mit Freundlichkeit und Mitgefühl zu behandeln, unabhängig vom Grad ihrer Tugendhaftigkeit.
Es ist erwähnenswert, dass im Stoizismus jemand, der ein Laster begeht, nicht als schlechter Mensch angesehen wird, sondern als jemand, der nicht weiß, was gut und böse ist. Die Stoiker glaubten, dass es für jemanden möglich ist, durch Übung und Selbstreflexion mit der Zeit tugendhafter zu werden.
Insgesamt denke ich, dass der Schwerpunkt des Stoizismus auf persönlicher Verantwortung und Wachstum liegt und nicht darauf, andere aufgrund ihrer Tugend zu beurteilen.
Mittwoch, 22. Februar 2023
Stoizismus und Ehrfurcht vor sich selbst:
Der Stoizismus ist eine antike Philosophieschule, die auf Vernunft, Gelassenheit und Tugendhaftigkeit basiert. Ein wichtiger Bestandteil des stoischen Denkens ist die Ehrfurcht vor sich selbst, auch Selbstachtung oder Selbstrespekt genannt. Dieses Konzept bezieht sich auf die Fähigkeit, sich selbst als wertvolles und respektwürdiges Wesen anzusehen und dementsprechend zu handeln.
Die stoische Ehrfurcht vor sich selbst beruht auf der Annahme, dass jeder Mensch mit Vernunft und moralischer Urteilskraft geboren wird. Es liegt in unserer Natur, vernünftig und tugendhaft zu handeln, und diese Fähigkeiten sollten wir nutzen, um ein erfülltes und tugendhaftes Leben zu führen. Die Ehrfurcht vor sich selbst bedeutet also, dass wir uns bewusst sind, dass wir als vernünftige Wesen eine Verantwortung haben, unser Leben in Übereinstimmung mit unseren Werten und Prinzipien zu gestalten.
In der Praxis bedeutet die Ehrfurcht vor sich selbst, dass wir uns bemühen, unseren eigenen Standards gerecht zu werden, anstatt uns von den Erwartungen anderer bestimmen zu lassen. Wir sollen unsere Entscheidungen und Handlungen mit Vernunft und moralischem Urteilsvermögen treffen und uns nicht von Emotionen oder äußeren Umständen leiten lassen. Die Ehrfurcht vor sich selbst erfordert auch, dass wir uns selbst akzeptieren und lieben, auch mit unseren Fehlern und Schwächen. Wir sollen uns auf unsere Stärken konzentrieren und uns bemühen, uns in unserem Leben zu verbessern.
Im Alltag gibt es viele praktische Anwendungen der stoischen Ehrfurcht vor sich selbst. Zum Beispiel können wir uns bemühen, unsere Gedanken und Emotionen zu kontrollieren, um vernünftig und besonnen zu handeln. Wir können uns selbst motivieren, um unsere Ziele und Vorhaben zu erreichen, und ehrlich und authentisch sein, um unser wahres Selbst zu zeigen. Wir können uns selbst disziplinieren und unsere Impulse unter Kontrolle halten, um selbstbestimmt und unabhängig zu handeln. Außerdem können wir unser Selbstvertrauen und unsere Selbstsicherheit stärken, indem wir unsere Fähigkeiten und Stärken anerkennen und nutzen, um Herausforderungen zu meistern.
Insgesamt kann die stoische Ehrfurcht vor sich selbst dazu beitragen, ein erfülltes und tugendhaftes Leben zu führen. Indem wir uns selbst als wertvolles und respektwürdiges Wesen anerkennen und unsere Vernunft und moralische Urteilskraft nutzen, können wir unsere Ziele erreichen und unser Potenzial ausschöpfen. Die Ehrfurcht vor sich selbst ist somit ein wichtiger Bestandteil der stoischen Philosophie und kann auch für uns heute noch von Bedeutung sein.
Montag, 20. Februar 2023
Wie ein stoischer Weiser auf die Aussage reagieren würde, dass eine andere Person uns wütend macht
"Niemand kann dich verletzen. Du bist nur verletzt, wenn du glaubst, dass du verletzt worden bist." - Marcus Aurelius
Die Stoiker glaubten, dass unsere Emotionen von unseren eigenen Wertvorstellungen und Urteilen abhängen und nicht von äußeren Umständen oder anderen Menschen. Daher würde ein stoischer Weiser darauf hinweisen, dass niemand die Macht hat, uns wütend zu machen. Wenn wir uns entscheiden, wütend zu werden, dann ist das unsere eigene Entscheidung und nicht die Schuld der Person, die uns angeblich wütend gemacht hat.
Ein stoischer Weiser würde stattdessen empfehlen, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die wir kontrollieren können - unsere eigene Einstellung und unser eigenes Verhalten. Wir sollten versuchen, unsere Emotionen unter Kontrolle zu halten und bewusst unsere Reaktionen auf die Handlungen anderer zu wählen.
Indem wir uns auf unsere eigenen Entscheidungen und Handlungen konzentrieren und uns nicht von äußeren Umständen oder anderen Menschen beeinflussen lassen, können wir ein erfülltes und tugendhaftes Leben führen, das im Einklang mit der Natur steht - so würde ein stoischer Weiser antworten.
Das Konzept der Selbstkontrolle und Selbstdisziplin ist ein zentraler Aspekt des stoischen Ansatzes für Ethik und Moral. Indem wir lernen, unsere Emotionen zu kontrollieren und bewusst zu wählen, wie wir auf Situationen reagieren, können wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir kontrollieren können, anstatt uns über Dinge aufzuregen, die wir nicht ändern können.
Insgesamt zeigt uns der stoische Ansatz für Ethik und Moral, dass wir die Macht haben, unser eigenes Leben zu kontrollieren und ein tugendhaftes Leben zu führen. Wenn wir lernen, uns auf unsere eigene Einstellung und unser eigenes Verhalten zu konzentrieren, können wir uns von äußeren Umständen und anderen Menschen unabhängig machen und ein erfülltes Leben führen, das im Einklang mit der Natur steht.
Was die antiken Stoiker über den Karneval mit Verkleiden, Exzessen und Feiern denken würden
Willkommen zu meinem Blogbeitrag darüber, was die antiken Stoiker über den Karneval mit Verkleiden, Exzessen und Feiern denken würden.
Der Karneval, insbesondere der Rosenmontag, ist eine jährliche Feier, die in vielen Teilen der Welt stattfindet. Es ist eine Zeit, in der Menschen ihre täglichen Pflichten vergessen und sich auf eine Welt des Vergnügens und der Freude einlassen. Es ist auch eine Zeit, in der Menschen ihre Identität durch Verkleidungen und Kostüme verbergen und verschiedene Rollen spielen.
Die antiken Stoiker hatten eine einzigartige Perspektive auf das Leben und wie man es leben sollte. Sie glaubten, dass das Leben darauf ausgerichtet sein sollte, Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung zu erreichen. Diese Tugenden sollten in jeder Handlung und jedem Gedanken gelebt werden. In diesem Zusammenhang ist es interessant, darüber nachzudenken, was die Stoiker über den Karneval denken würden.
Einige Stoiker, wie Epiktet, würden wahrscheinlich den Karneval und seine Exzesse als unmäßig und unangemessen empfinden. Sie betonten die Bedeutung der Mäßigung und der Selbstbeherrschung, um ein Leben in Übereinstimmung mit den Tugenden zu führen. Daher könnten sie die Freiheit und das Ausleben von Freude am Karneval als ein Anliegen der Unmäßigkeit ansehen.
Andererseits glaubten einige Stoiker, wie Seneca, dass Freude und Vergnügen wichtige Bestandteile des Lebens sind. Sie glaubten daran, dass es nicht nur wichtig ist, Weisheit und Tugendhaftigkeit zu praktizieren, sondern auch, das Leben zu genießen und Freude zu teilen. Für sie könnte der Karneval eine Möglichkeit sein, das Leben in seiner vollen Fülle zu genießen und Freude zu teilen.
In jedem Fall würden die Stoiker jedoch betonen, dass die Selbstkontrolle das wichtigste Prinzip ist, um die Tugenden zu bewahren. Die Stoiker würden empfehlen, dass wir uns bei unseren Handlungen und Gedanken auf die Tugenden der Mäßigung, Weisheit, Gerechtigkeit und Tapferkeit ausrichten sollten. Wenn das Feiern am Karneval dazu führt, dass man seine Kontrolle verliert oder gegen diese Tugenden verstößt, würde dies sicherlich von den Stoikern kritisiert werden.
Insgesamt gibt es keine einheitliche stoische Meinung zu solchen kulturellen Ereignissen wie dem Karneval. Aber die Stoiker würden betonen, dass das Leben auf Tugendhaftigkeit und Selbstkontrolle ausgerichtet sein sollte. Wenn wir uns an diese Prinzipien halten und unsere Freude und unser Vergnügen in Einklang mit ihnen ausüben, können wir das Leben in vollen Zügen genießen und uns selbst auf dem Weg der Tugend halten.
Samstag, 18. Februar 2023
Die Stoische Ethik: Wie unterscheidet sich die Ethik des Stoizismus von anderen ethischen Systemen und wie kann sie in der modernen Welt angewendet werden?
Die stoische Ethik ist eine Form der Ethik, die von der Schule des Stoizismus im antiken Griechenland und Rom entwickelt wurde. Im Zentrum des Stoizismus steht die Idee, dass es unser Ziel im Leben sein sollte, eine tugendhafte Person zu sein, die in Übereinstimmung mit der Natur und dem kosmischen Gesetz handelt. Im Folgenden sind einige Merkmale der stoischen Ethik aufgeführt, die sie von anderen ethischen Systemen unterscheiden:
Vernunft und Logik: Die stoische Ethik basiert auf der Vernunft und Logik als Grundlage für moralisches Handeln. Das Ziel ist es, unsere Vernunft zu schulen, um unsere Emotionen zu kontrollieren und unsere Entscheidungen auf der Grundlage von Vernunft und Logik zu treffen.
Tugend: Im Stoizismus wird Tugend als das höchste Ziel im Leben angesehen. Tugendhaft zu sein bedeutet, Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Besonnenheit zu praktizieren.
Determinismus: Der Stoizismus glaubt an den Determinismus, d.h. dass alle Ereignisse durch das kosmische Gesetz vorherbestimmt sind. Der Mensch kann die Dinge nicht kontrollieren, sondern kann nur seine Einstellung und seine Reaktion auf die Dinge kontrollieren.
Menschlichkeit: Im Stoizismus ist es wichtig, anderen Menschen zu helfen und sie zu unterstützen. Der Stoizismus fordert uns auf, unsere Mitmenschen als Teil eines größeren Ganzen zu betrachten und unser Handeln auf das Wohl aller auszurichten.
Akzeptanz: Im Stoizismus wird uns geraten, Dinge zu akzeptieren, die wir nicht ändern können, und uns auf das zu konzentrieren, was wir kontrollieren können. Wir sollten uns darauf konzentrieren, unsere Haltung und unsere Reaktion auf die Dinge zu kontrollieren, anstatt uns darüber aufzuregen, dass die Dinge nicht so sind, wie wir es uns wünschen.
In der modernen Welt kann die stoische Ethik angewendet werden, indem man sich auf die Tugenden konzentriert und versucht, ein tugendhaftes Leben zu führen. Man kann sich auch auf die Vernunft und Logik konzentrieren, um bessere Entscheidungen zu treffen und seine Emotionen zu kontrollieren. Eine weitere Anwendung der stoischen Ethik besteht darin, anderen Menschen zu helfen und sie zu unterstützen, und sich darauf zu konzentrieren, Dinge zu akzeptieren, die wir nicht ändern können.
Insgesamt kann die stoische Ethik uns dabei helfen, ein erfüllteres Leben zu führen, indem wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir kontrollieren können, und uns darauf konzentrieren, eine tugendhafte Person zu sein, die im Einklang mit der Natur und dem kosmischen Gesetz handelt.
Zitat: 22.3.23
"Zorn ist eine kurze Wahnsinnigkeit: Lass dich nicht von ihm leiten, es ist unmöglich, ihn ohne Schaden zu ertragen." Dieses Zit...
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