"Zorn ist eine kurze Wahnsinnigkeit: Lass dich nicht von ihm leiten, es ist unmöglich, ihn ohne Schaden zu ertragen."
Eine Reise in die stoische Philosophie
"Zorn ist eine kurze Wahnsinnigkeit: Lass dich nicht von ihm leiten, es ist unmöglich, ihn ohne Schaden zu ertragen."
"Es gehört mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben"
ist ein Zitat von dem römischen Kaiser und Philosophen Marcus Aurelius, der als einer der bedeutendsten Vertreter der Stoa gilt. Es bedeutet, dass es oft einfacher ist, an seiner Meinung festzuhalten, als sie zu ändern, selbst wenn man erkennt, dass sie falsch oder unangemessen ist. Der Mut, seine Meinung zu ändern, erfordert jedoch eine Bereitschaft, sich selbstkritisch zu hinterfragen und neue Erkenntnisse und Perspektiven zu akzeptieren. Im Kontext des Montags kann dieses Zitat dazu ermutigen, offen für neue Ideen und Herangehensweisen zu sein und den Mut aufzubringen, alte Gewohnheiten und Denkmuster zu überdenken und anzupassen.
Die stoische Philosophie ist seit Jahrhunderten eine inspirierende Quelle für viele Menschen, um ihr Leben sinnvoller zu gestalten. Als alleinerziehender Vater von zwei Kindern versuche ich, einige der stoischen Prinzipien in meine Erziehung zu integrieren. Hier sind einige Tipps und Beispiele, wie ich meine Kinder dazu ermutige, ein tugendhaftes und glückliches Leben zu führen:
Ich ermutige meine Kinder, ihre Emotionen zu kontrollieren und rational zu denken, wenn sie mit Schwierigkeiten oder Konflikten konfrontiert werden. Wir üben oft, wie man sich entspannt und rationalisiert, um uns zu helfen, kluge Entscheidungen zu treffen und keine übereilten Entscheidungen zu treffen, die wir später bereuen könnten.
Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit, Stärken und Schwächen. Ich ermutige meine Kinder, sich selbst zu akzeptieren und ihre Talente und Fähigkeiten zu entwickeln. Gleichzeitig betone ich, dass es auch wichtig ist, Schwächen zu erkennen und zu lernen, damit umzugehen.
Ich erkläre meinen Kindern, dass es wichtig ist, das Leben als Ganzes zu betrachten und nicht nur auf einzelne Aspekte wie Arbeit oder Schule zu fokussieren. Wir versuchen, eine ausgewogene Lebensweise zu führen und uns auch Zeit für Familie, Freunde und Hobbys zu nehmen.
Ich erkläre meinen Kindern, dass Tugenden wie Gerechtigkeit, Weisheit und Mut wichtige Bestandteile eines tugendhaften Lebens sind. Wir diskutieren oft darüber, wie man in schwierigen Situationen standhaft bleiben kann und das Richtige tut, auch wenn es unbequem oder unpopulär ist. Ich betone auch, dass es wichtig ist, fair zu sein und andere gleich zu behandeln, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Hintergrund.
Als Vater weiß ich, dass ich ein Vorbild für meine Kinder bin. Ich versuche, selbst nach den Prinzipien der stoischen Philosophie zu leben und ein Beispiel für Vernunft, Selbstbeherrschung, Akzeptanz und Tugendhaftigkeit zu sein. Indem ich meinen Kindern zeige, wie man diese Prinzipien im täglichen Leben anwendet, hoffe ich, dass sie sie in ihr eigenes Leben integrieren werden.
Beispiele aus dem Alltag
Wie sieht die Erziehung im Sinne der stoischen Philosophie im Alltag aus? Hier sind einige Beispiele:
Mein Sohn wird in der Schule von einem anderen Kind gemobbt. Ich ermutige ihn, seine Wut zu kontrollieren und rational darüber nachzudenken, wie er mit der Situation umgehen kann. Ich erkläre ihm auch, dass es wichtig ist, anderen zu helfen, wenn sie in Schwierigkeiten sind, und dass es richtig ist, gegen Ungerechtigkeit vorzugehen.
Meine Tochter hat Schwierigkeiten, sich auf ihre Hausaufgaben zu konzentrieren.
Ich ermutige sie, ihre Gedanken zu sammeln und ihre Prioritäten zu setzen. Wir besprechen, wie man am besten eine Aufgabe angeht, indem man sie in kleinere Teile zerlegt und sich auf jeden Teil konzentriert, um schließlich das große Ganze zu erreichen. Ich betone auch, dass es wichtig ist, sich Zeit für Pausen und Entspannung zu nehmen, um sich zu regenerieren und danach gestärkt weiterzumachen.
Wir diskutieren oft darüber, wie man mit Fehlern und Niederlagen umgehen sollte. Ich erkläre meinen Kindern, dass Misserfolge Teil des Lebens sind und dass es wichtig ist, daraus zu lernen und weiterzumachen. Wir besprechen auch, wie man sich selbst verzeiht und Verantwortung für die eigenen Entscheidungen und Taten übernimmt.
Wir setzen uns als Familie Ziele und besprechen, wie wir sie erreichen können. Wir ermutigen uns gegenseitig und unterstützen uns dabei, unsere Träume und Wünsche zu verwirklichen. Dabei betonen wir, dass es nicht nur darum geht, persönlichen Erfolg zu erreichen, sondern auch anderen zu helfen und etwas Positives für die Gemeinschaft zu tun.
Fazit
Die Erziehung im Sinne der stoischen Philosophie kann dabei helfen, Kindern wichtige Werte und Fähigkeiten zu vermitteln, die ihnen im Leben helfen können. Indem man Vernunft, Selbstbeherrschung, Akzeptanz, Tugendhaftigkeit und ein ausgewogenes Leben fördert, können Kinder zu glücklichen und erfüllten Erwachsenen heranwachsen. Als alleinerziehender Vater habe ich die stoische Philosophie als eine wertvolle Quelle der Inspiration und Unterstützung in meiner Erziehung erfahren.
Diese Philosophie hat ihren Ursprung in der antiken griechischen und römischen Philosophie und hat auch heute noch viele Anhänger.
Die Stoiker betonten die Wichtigkeit der Vernunft und der Tugend als Ziele im Leben. Das bedeutet, dass man sein eigenes Verhalten kontrollieren und nur das tun sollte, was vernünftig und moralisch richtig ist. Ein tugendhaftes Leben bedeutet, im Einklang mit der Natur zu leben und seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse unter Kontrolle zu halten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des stoischen Ansatzes ist die Idee der Akzeptanz. Die Stoiker glaubten, dass es wichtig ist, die Realität so anzunehmen, wie sie ist, und sich nicht über Dinge aufzuregen, die man nicht ändern kann. Stattdessen sollte man sich auf die Dinge konzentrieren, die man kontrollieren kann, wie zum Beispiel die eigene Einstellung und die eigenen Handlungen.
Die Stoiker betonten auch die Bedeutung der Selbstkontrolle und der Selbstdisziplin als Mittel, um ein tugendhaftes Leben zu führen. Sie glaubten, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat, tugendhaft zu sein, unabhängig von seinen äußeren Umständen.
In der heutigen Zeit können wir auch vom stoischen Ansatz für Ethik und Moral profitieren. Indem wir uns auf unsere eigene Vernunft und Tugendhaftigkeit konzentrieren und die Dinge akzeptieren, die wir nicht ändern können, können wir ein erfülltes und tugendhaftes Leben führen.
Insgesamt betont der stoische Ansatz für Ethik und Moral die Bedeutung der Vernunft, der Tugend und der Akzeptanz als Mittel, um ein erfülltes und tugendhaftes Leben zu führen. Es ist eine Philosophie, die uns auch heute noch viel zu bieten hat.
"Wenn du dich heute selbst geprüft hast und dir etwas vorzuwerfen hast, dann schäme dich nicht und zögere nicht, dich zu bessern; denn morgen hast du vielleicht nicht mehr Zeit dafür."
In Marc Aurels "Meditationen" finden sich zahlreiche Weisheiten und Anregungen, die auch heute noch relevant und hilfreich sind. Ein besonders bemerkenswerter Vers ist der 3.4 aus dem dritten Buch. In diesem Vers spricht der römische Kaiser und Philosoph davon, wie wichtig es ist, sich selbst zu prüfen und Fehler einzugestehen. Dabei fordert er dazu auf, sich nicht zu schämen, sondern sich stattdessen umgehend zu bessern.
Dieser Vers ist besonders relevant für unser tägliches Leben. Denn wir alle machen Fehler und versagen gelegentlich. Ob wir uns dabei selbst oder anderen gegenüber versagen, spielt keine Rolle. Wichtig ist vielmehr, wie wir mit diesen Fehlern umgehen.
Ein erster wichtiger Schritt besteht darin, sich selbst zu prüfen. Das bedeutet, dass wir uns regelmäßig Zeit nehmen sollten, um uns zu reflektieren und unsere Handlungen zu überprüfen. Haben wir etwas falsch gemacht? Haben wir jemanden verletzt oder enttäuscht? Oder haben wir uns selbst in irgendeiner Weise geschadet?
Es ist wichtig, diese Fragen ehrlich und kritisch zu beantworten. Nur so können wir unsere Fehler erkennen und uns verbessern. Dabei sollten wir uns nicht scheuen, uns selbst die Schuld einzugestehen. Denn nur so können wir unsere Fehler akzeptieren und an ihnen arbeiten.
Allerdings sollten wir uns auch davor hüten, uns zu sehr in unseren Fehlern zu verlieren. Denn auch das kann uns daran hindern, uns zu verbessern und weiterzuentwickeln. Stattdessen sollten wir uns darauf konzentrieren, was wir aus unseren Fehlern lernen können. Was können wir tun, um ähnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden?
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Verses besteht darin, dass Marc Aurel uns dazu auffordert, uns nicht zu schämen, wenn wir Fehler machen. Scham ist eine negative Emotion, die uns daran hindern kann, uns zu verbessern. Denn wenn wir uns schämen, haben wir oft Angst, uns erneut zu blamieren. Das kann dazu führen, dass wir uns zurückhalten und uns nicht trauen, uns zu verbessern.
Stattdessen sollten wir uns dazu ermutigen, unsere Fehler einzugestehen und uns umgehend zu verbessern. Denn wie Marc Aurel betont, haben wir möglicherweise nicht mehr lange Zeit dafür. Das bedeutet, dass wir uns nicht aufschieben sollten, was wir heute tun können.
Im Alltag kann uns der Vers 3.4 aus den "Meditationen" auf unterschiedliche Weise helfen. Wenn wir beispielsweise einen Fehler gemacht haben, können wir uns daran erinnern, dass es normal ist, Fehler zu machen. Wir sollten uns nicht schämen, sondern uns stattdessen auf die Lösung des Problems konzentrieren.
Ein Beispiel dafür wäre, wenn wir in einem Meeting eine wichtige Information vergessen haben, die unsere Kollegen benötigen. Statt uns zu schämen und zu hoffen, dass niemand es bemerkt, sollten wir uns umgehend darum kümmern, die Information nachzuliefern. Dabei sollten wir uns auf das Positive konzentrieren, nämlich dass wir unseren Fehler erkannt und uns darum gekümmert haben.
Ein weiteres Beispiel könnte sein, wenn wir uns in einem zwischenmenschlichen Konflikt befinden. Wenn wir merken, dass wir einen Fehler gemacht haben oder uns falsch verhalten haben, sollten wir uns nicht scheuen, uns zu entschuldigen und uns um eine Lösung zu bemühen. Indem wir unsere Fehler einräumen und uns bemühen, sie zu beheben, können wir Beziehungen reparieren und Vertrauen wiederherstellen.
Insgesamt zeigt uns der Vers 3.4 aus den "Meditationen" von Marc Aurel, wie wichtig es ist, uns regelmäßig selbst zu prüfen und unsere Handlungen zu reflektieren. Dabei sollten wir uns nicht scheuen, Fehler einzugestehen und uns umgehend um Verbesserung zu bemühen. Anstatt uns in Scham zu verlieren, sollten wir uns auf die Lösung des Problems konzentrieren und uns um eine Verbesserung bemühen. Denn wie Marc Aurel betont, haben wir möglicherweise nicht mehr lange Zeit dafür.
In unserer schnelllebigen und oft hektischen Welt kann es schwer sein, sich Zeit für Selbstreflexion zu nehmen. Doch gerade in schwierigen Situationen kann uns die Praxis der Selbstprüfung und Fehlererkennung helfen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und unsere Handlungen zu verbessern. Indem wir uns auf unsere Fehler konzentrieren und uns bemühen, sie zu beheben, können wir uns weiterentwickeln und wachsen.
"Zorn ist eine kurze Wahnsinnigkeit: Lass dich nicht von ihm leiten, es ist unmöglich, ihn ohne Schaden zu ertragen." Dieses Zit...